Das Projektgebiet befindet sich zu weiten Teilen im Vogelsbergkreis und hat eine Größe von ca. 92.000 ha. Es umfasst, bis auf Randbereiche, das gesamte  europäische Vogelschutzgebiet „Vogelsberg“, Teilbereiche von 28 FFH-Gebieten und 32 Naturschutzgebieten sowie den Naturraum „Hoher Vogelsberg“ und Teile des Naturraums „Unterer Vogelsberg“.

Der „Hohe Vogelsberg“, mit Höhenlagen zwischen 500 und 770 m ü. NN, gliedert sich in die drei naturräumlichen Untereinheiten „Westlicher Hoher Vogelsberg“, „Östlicher Hoher Vogelsberg“ und „Oberwald“. Aufgrund der klimatischen Bedingungen mit hohen Niederschlägen und lang anhaltender Schneebedeckung dominiert im „Hohen Vogelsberg“, neben der Forstwirtschaft, meist die Grünlandnutzung. Der „Untere Vogelsberg“, mit Höhenlagen zwischen 300 und 500 m ü. NN, umschließt den „Hohen Vogelsberg“ ringförmig. Er gliedert sich in verschiedene Untereinheiten, die vor allem als Grünland bewirtschaftet werden.

 Innerhalb des Projektgebietes wurden Kerngebiete in einer Größenordnung von ca. 7.640 ha kartographisch abgegrenzt, die naturschutzfachlich besonders hochwertig sind. Die Kerngebiete bestehen aus mehreren Teilgebieten. Diese befinden sich nahezu vollständig innerhalb des europäischen Vogelschutzgebietes „Vogelsberg“. Darüber hinaus wurden innerhalb des Projektgebietes Suchräume für Kerngebiete in einer Größenordnung von ca. 2.170 ha ausgegliedert.

Im Rahmen der Kartier- und Vorentwurfsarbeiten wurden zunächst weitere 149 ha Erweiterungsflächen in den Untersuchungsraum einbezogen.

Für 9.876 ha großen, tatsächlichen Untersuchungsraum wurden die Leistungen eines Pflege- und Entwicklungsplanes, insbesondere Bestandsanalyse und Maßnahmenplanung, vollständig bearbeitet.

In dem anschließenden umfangreichen Abstimmungs- und Abwägungsprozess wurde 23 Förderräume entlassen.

Einschließlich von Erweiterungsoptionen beläuft sich die zukünfige Förderraumkulisse innerhalb des Projektgebietes insgesamt auf ca. 7.590 ha.

Der Vogelsberg gehört aufgrund seiner besonderen geologischen, klimatischen und nutzungshistorischen Voraussetzungen in mehrfacher Hinsicht zu den Gebieten mit bundesweit repräsentativer Bedeutung.