Wie floristische und faunistische Untersuchungen belegen, sind insbesondere Buchenaltholzbestände außergewöhnlich artenreich, da Altbäumen und Totholz als Habitat und Strukturelement ganz zentrale ökologische Funktionen zukommen. So lassen sich in Wäldern mit entsprechenden Flächenanteilen der Terminal- und Zerfallsphase viele Arten nachweisen.

 Es wird jedoch in jedem Fall deutlich, dass der hessische Staatswald im Vogelsberg von den Baumarten Buche und Fichte geprägt wird, die mehr als 90 % der Hauptbaumarten stellen.

Die im Rahmen des Naturschutzgroßprojektes durchzuführenden Maßnahmen im Wald gliedern sich in die drei Schwerpunkte:

  1. Nutzungsfreie Waldflächen (EW1, EW2) - Erhaltung und Wiederherstellung von möglichst großflächigen alten Buchenwäldern.
  2. Waldumbau auf Sonderstandorten (EW3, EW4, EW5) – Zurückdrängung der standortfremden und nichtheimischen Fichte zumindest auf Fels-, Moor-, Sumpf-, Quell- und Uferstandorten
    EW4 und EW 5 wurde dieUmsetzung durch Hessen-Forst zu gesichert.
  3. Naturschutzorientierte Waldentwicklung (EW6, EW7) – Naturschutzgemäße Waldbewirtschaftung auf den Bundesforstflächen im ehemaligen MUNA-Gelände (werden nicht mit Finanzmitteln des Naturschutzgrossprojektes umgesetzt).

Diese Schwerpunkte wurden ergänzend zu der Verpflichtung des Landes identifiziert, in den gemeldeten FFH-Gebieten alle Wald-Lebensraumtypen in einem guten Zustand zu erhalten oder in diesen zu versetzen sind.


EW 1 - Nutzungsfreie Waldflächen - Prozessschutz

EW 2 - Kernflächen

EW 3 - Rodung und Revitalisierung von Moorstandorten auf Sonderstandorten

EW 4 - Waldumbau Bächtäler, Nass- und Quellenstandorte

EW 5 - Waldumbau Felsstandorte

Einzelmaßnahmen im Wald