Das Untersuchungsprogramm für den Pflege- und Entwicklungsplan (PEPL) umfasste zunächst eine umfangreiche Sichtung, Zusammenstellung und Auswertung der für das Projektgebiet vorhandenen Daten. U.a. wurden Grunddatenerhebungen (GDE) und Managementplanungen (MMP) von 30 Natura 2000-Gebieten sowie Schutzwürdigkeitsgutachten und Pflegepläne von 33 Naturschutzgebieten ausgewertet. Im Jahr 2012 wurden zusätzlich umfangreiche Indikatoruntersuchungen durchgeführt.

 

Innerhalb des Projektgebietes wurden insgesamt 76 Kerngebiete und Suchräume mit einer Gesamtfläche von rund 10.000 ha aufgrund ihrer ökologischen Wertigkeit und ihrem Entwicklungspotenzial vorausgewählt und im Pflege- und Entwicklungsplan vollständig bearbeitet. Diese Räume sind zu ca. 90 % in ein Schutzgebietsnetz aus Naturschutzgebieten, FFH-Gebieten sowie in das größte hessische EU-Vogelschutzgebiet „Vogelsberg“, integriert.

 

Ziel war es dabei auf Grundlage der Artenausstattung (nationale- landesweite Bedeutung), sowie nach Biotop- und Lebensraumtypenausstattung, eine Gewichtung der Förderräume vorzunehmen, um eine Priorisierung der Maßnahmenumsetzung zwischen den einzelnen Förderräumen vornehmen zu können. Für die einzelnen Teilgebiete wurde ein einfaches numerisches Bewertungsverfahren entwickelt.

 

Dabei muss ganz deutlich herausgestellt werden, dass die Bewertung der Teilgebiete nur dazu dient, die einzelnen Förderräume untereinander zu gewichten.

 

Diese Bestandsanalyse und Maßnahmenplanung der Förderräume.

 

Als Ergebnis eines umfänglichen Abwägungsprozesses wurden abschließend 53 Gebiete mit einem Flächenumgriff von 7.590 ha in der Förderraumkulisse für die Phase II des Projekts vorgeschlagen und beantragt.

Die Fördersteckbriefe enthalten Informationen über

  • Lage (Kartenausschnitt
  • Kurzcharakterisierung des Förderräums
  • Naturräumliche Grundlagen und Schutzstatus
  • Bestand inkl. Bewertung
  • Öualitätsmerkmale
  • Gefährdung und Beeinträchtigung
  • Gesamtbewertung des Förderraum
  • Zielorientierte Schwerpunkte der Pflege- und Entwicklungsplanung
    • Maßnahmenübersicht
      • Ersteinrichtungsmaßnahmen
      • Dauerpflegemaßnahmen

 

Zusätzlich wurden Karten für alle 76 Förderräume im Maßstab 1: 5000 separat erstellt.